Erkenntnisse der Hirnforschung

Die Hirnforschung sagt uns auch nicht, wie Führung funktioniert – das muss erstmal so festgestellt werden. Sie kann uns aber sagen, welche Hirnaktivitäten während des Prozess der Führung stattfinden und daraus lassen sich Implikationen für Führung ableiten.

Aus neurowissenschaftlicher Sicht sind Bindung, Orientierung und Kontrolle, Selbstwerterhöhung und –schutz sowie Lustgewinn bzw. Unlustvermeidung die Grundbedürfnisse, die für Personalführung relevant sind. Diese Bedürfnisse sollten Führungskräfte beachten, um Motivation und Leistungsbereitschaft bei ihren Mitarbeitern zu erreichen. Dabei wird schon allein das Bindungsbedürfnis durch den ständigen Veränderungsdruck im Berufsalltag permanent ignoriert. Das Gehirn benötigt Zeit, um neue Verhaltensweisen zu erlernen und sich an Veränderungen anzupassen.

Siehe auch GENIOS WirtschaftsWissen

 

Insbesondere mit zunehmendem Alter nimmt die Lerngeschwindigkeit ab. Doch ist lebenslanges Lernen essenziell für die Berufstätigkeit in der modernen Arbeitswelt. Die Grundlage hierfür wird im Kindesalter gelegt. Führende Hirnforscher wie Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer oder Prof. Dr. Gerald Hüther weisen darauf hin, dass man im Kindesalter mit Neugier und positiven Emotionen lernt. Doch durch unsere Bildungssysteme wird Lernen mit negativen Wahrnehmungen wie Druck, Angst und Stress verknüpft. Dadurch geht die intrinsische Motivation verloren, von sich aus zu lernen. Führungskräfte sollten also versuchen, Lernen mit positiven Erfahrungen und Erlebnissen für ihre Mitarbeiter zu verknüpfen, um Glück und Freude dabei hervorzurufen. Nicht zuletzt sind Freude und Kreativität im Gehirn eng miteinander verknüpft, sodass dies auch die Basis ist, zu neuen Ideen und kreativen Lösungen zu gelangen.

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