Der Fokus auf die eigene Person muss erfahrungsgeleitet stattfinden

Selbsterkenntnis statt Lehrkonzepte

von Alina Rüther (Kommentare: 2)

Der Fokus auf die eigene Person muss erfahrungsgeleitet stattfinden

Der Fokus auf die eigene Person kann heutzutage nicht mehr nur durch klassische Methoden wie Vorträge, Lehrveranstaltungen oder Bücher erreicht werden, sondern muss erfahrungsgeleitet stattfinden.

Denn erst das eigene Handeln ermöglicht es, ganzheitlich und aktiver zu lernen, verbunden mit einer höheren Qualität im Anwendungstransfer. Dies kann natürlich direkt „on the job“ stattfinden, doch ist gerade bei Führungskräften die Fehlertoleranz in der Praxis nicht besonders hoch, da wichtige Entscheidungen weitreichende Konsequenzen tragen. Trotzdem sollte Führungskräfteentwicklung echte und anspruchsvolle Probleme nutzen, die emotional herausfordernd sind und nicht nur den kognitiven Lernmodus aktivieren.

In der Praxis kann dies durch verhaltensorientierte Settings umgesetzt werden, beispielsweise durch eine dynamische und interaktive Simulation. Teilnehmer lernen so, verschiedene Führungsherausforderungen zu übernehmen und echte Probleme in einem fiktiven Unternehmen zu lösen. Ein strukturierter Feedbackprozess dient dazu, die gezeigten Verhaltensweisen und Erlebnisse zu reflektieren.

Ein Großteil unserer Kunden nutzt dieses Angebot innerhalb von Führungskräfteentwicklungsprogrammen und im Talentmanagement, denn die natürlichen Handlungsmuster eines Teilnehmers lassen sich in diesem Setting gut selbst erkennen. Durch einen ausführlichen Reflexionsprozess wird häufig eine echte Betroffenheit ausgelöst, die zur ernsthaften und tieferen Auseinandersetzung mit der eigenen Person und Führungsrolle führt.

Damit wird Führungskräfteentwicklung auf ein nächstes Level gehoben, wo es um echte Führungsprobleme und persönliche Herausforderungen geht, die Führungskräfte nicht nur begreifen, sondern auch ergreifen.

Vor dem Hintergrund der Marktentwicklungen, der New Work Diskussion und unseren Erfahrungen in der Beratung unterschiedlicher Unternehmen, haben wir eine Studie durchgeführt, um die Einschätzung der Unternehmenspraktiker zu den Anforderungen an Führungskräfte heute und morgen einzubeziehen. Aus dieser und anderen Studien, den Gesprächen mit Unternehmern, Beiträgen von Wissenschaftlern und Praktikern entwickeln wir konkrete Konzepte für Potenzialanalysen, Führungskräfteentwicklung und Organisationsberatung. Denn es reicht nicht, Anforderungen zu verändern, ohne die Menschen darauf mit passenden Entwicklungskonzepten vorzubereiten.

Hier geht es zu der next Leader Studie.

Einen Kommentar schreiben

Kommentar von Rolf Birkholz |

Vielen Dank für diesen erhellenden Artikel! Er spiegelt exakt unsere Erfahrung in unseren Trainings mit Seminarschauspielern in Live-Simulationen wieder. Denn wir kommen nur dann zum Einsatz, wenn es eben nicht um ausschließlich kognitive Erkenntnisse geht, sondern vor allem darum in herausfordernden Situationen neue Handlungsalternativen zu entwickeln. Und das funktioniert über Emotionen und Betroffenheit.

Kommentar von Kristiana Dzhordzheva |

Guten Tag Herr Birkholz,

herzlichen Dank für Ihr Kommentar. Es freut uns zu sehen, dass die Beiträge im Rahmen der Initiative #nextleader hilfreich für Sie und Ihre Arbeit sind.

Zurück

Strametz & Associates GmbH · Josef-Wirmer-Straße 4 · 34414 Hansestadt Warburg · Telefon: (05641) 77 64 0-0 · E-Mail: