Klarheit & Sicherheit vermitteln

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Klarheit & Sicherheit vermitteln

Im Berufsalltag – und ganz besonders in einer Krisenzeit wie jetzt – gibt es oft schwierige Themen, die den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen vermittelt werden müssen: beispielsweise eine unerfreuliche Geschäftslage, unsichere Aussichten oder persönliche Einschnitte. Das A und O bei schlechten Nachrichten ist dabei eine gute Kommunikation!

In unseren Führungstrainings ist der Dialog ein großes Lernfeld. Bei der Frage „Wie kommuniziere ich heikle Themen?“ differenzieren wir daher zwei Ebenen: die Inhalts- und die Prozessebene.

Auf der Inhaltsebene vermittele ich Klarheit über das, was bekannt ist: zum Beispiel der Umsatzeinbruch um 90 % und bereits 50 % Stornierungen für die kommenden drei Monate.

Auf der Prozessebene erläutere ich, was die nächsten Schritte und Maßnahmen sind. Das schafft Sicherheit bei den Zuhörern.

Nun ist es besonders in Krisen sehr schwierig, auf der Inhaltsebene viele Informationen weiterzugeben, denn oft wissen wir nur, was heute ist und können kaum eine Aussage zu den morgigen Fakten tätigen. Das ist die allseits betonte dynamische Lage.

Gleichzeitig sehen sich Führungskräfte unter Druck, eben doch irgendwas zu berichten und Fakten zu liefern. In diesem Fall ist es umso wichtiger, auf der Prozessebene zu kommunizieren:

  • Was unternehmen wir als nächstes, um mehr zu erfahren?
  • Was sind erste Maßnahmen, die wir jetzt schon ergreifen können?
  • Wann und wo gibt es die nächsten Informationen?

Je kleinschrittiger diese Antworten sind, desto besser können sich Mitarbeiter und unsichere Zuhörer hieran orientieren und finden darin einen Anker. An dem können sie sich bis zum nächsten Termin, an dem es neue Informationen gibt, festhalten; dann am besten mit mehr Informationen und Klarheit. Andersherum muss ich aber nicht in jeder Präsentation oder jedem Reporting kleinteilig jeden detaillierten nächsten Schritt aufzeigen, wenn ich bereits inhaltlich und langfristig Klarheit schaffen kann.

Neben der Vielzahl an Möglichkeiten, wie ich etwas formuliere, kommt es genauso darauf an, was ich sage. Und genau dabei muss ich situationsabhängig entscheiden, ob mein Schwerpunkt auf Inhalten oder auf dem weiteren Vorgehen liegen sollte.

Kommunikation auf zwei Ebenen

Wenn der Informationsgehalt auf der inhaltlichen Ebene hoch ist, darf der Informationsgehalt auf der Prozessebene niedrig sein. Je geringer allerdings der Informationsinhalt ausfällt, desto stärker sollte auf der Prozessebene kommuniziert werden.

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